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Lanparty-Minden :: LanParty Minden im Mindener Tageblatt


LanParty Minden im Mindener Tageblatt
30 Stunden nonstop am Computer sitzen

Dr?hte laufen bei Netzwerkparty hei? / 100 Spiels?chtige im Jugendhaus Geschwister Scholl / Viele Teilnehmer unter 16

Netzwerkaction im Jugendhaus GeschwisterScholl: 100 Spieler und T?ftler hatten sich jetzt versammelt, um gemeinsam bei der ersten gro?en Lan-Party in Minden die Dr?hte gl?hen zu lassen.

LAN steht f?r Local Area Network und so drehte sich bei den Spiel-S?chtigen alles darum, sich 30 Stunden nonstop mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

Nachdem jeder seinen eigenen - mitgebrachten - Computer angeschlossen hatte, ging "das Zocken" los. Allerdings waren die Spieler nicht nur daran interessiert, zu spielen. Viele begr??ten es auch, Bekannte aus dem Internet zum ersten Mal "natura" zu sehen: Nicht nur Spielwillige aus Minden oder Porta Westfalica waren da, auch Lan-Interessierte auch aus M?nster oder Frankfurt waren angereist.

Adrian Schelp und Marc Redeker als Organisatoren der Party hatten zwar bis dato noch nie an einem Lan-Event teilgenommen, jedoch eigene Netzwerk-Sessions mit kleineren Gruppen organisiert.

"Ballerspiele" erst nach 21 Uhr

"Normalerweise vernetzen wir unsere Computer in einer Scheune oder Garage oder so", erkl?rt Marc Redeker. Doch hatten beide die Idee, das ganze mal ein wenig gr??er aufzuziehen. Auf der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort wandten sich die 15-J?hrigen an das Jugendamt. Dort wurden sie sofort an das Jugendhaus Geschwister Scholl verwiesen. "Wir bem?hen uns ohnehin darum, eine Hochburg f?r Medien unter den Jugendzentren zu sein", erkl?rt der Mitarbeiter des Geschwister-Scholl-Hauses Stephan Bork. "Da passte eine solche Veranstaltung ganz ins Konzept." Aber: "Wir haben das ganze zuerst kritisch gesehen", sagt Bork.

Zun?chst mussten einige Absprachen getroffen werden, da sowohl die Organisatoren der Lan-Party als auch ein Gro?teil der Besucher unter achtzehn Jahre alt waren. So wurde vereinbart, dass Spiele wie Quake III auch erst nach 21 Uhr und nur f?r wenige Stunden gespielt werden. Dar?ber hinaus wurde als Voraussetzung f?r die Veranstaltung die Betreuung durch die Mitarbeiter des Jugendzentrums gefordert. Die Betreuer sahen ihre Aufgabe insbesondere darin, sicherzustellen, dass keiner w?hrend des Spieles "durchdreht". "Sollte ein Teilnehmer, in meinen Augen mal eine Pause vom Computer brauchen, dann werde ich mir eine Alternative f?r ihn ?berlegen", erl?utert Stephan Bork, einer der drei Betreuer des Events.

"F?r uns ist diese Veranstaltung auch deshalb interessant, weil wir mehr als 24 Stunden im Einsatz sind", sagt Bork. "Eine Jugenddisko in derselben Gr??enordnung w?re f?r uns anstrengender gewesen. Denn auf dieser Veranstaltung geht es trotz der ,Ballerspiele? doch sehr friedlich zu." Und auch Marc und Adrian versichern, dass sie es f?r unwahrscheinlich halten, dass ein Spieler bei einer Netzwerksitzung Amok l?uft. Bork weiter: "Es ist eher die Art wie gespielt wird, als was gespielt wird. Die Jugendlichen bilden Teams im Netzwerk und entwickeln gemeinsame Taktiken, um einen Gegner zu besiegen." Und so ging es bei Spielen wie "Warcraft" und "3-D-Shootern" wie Halflife - Counterstrike" hei? her.

Der Beobachter konnte dann auch h?ufig laute Zurufe quer durch den Raum vernehmen, wenn ein Spieler dem anderen einen Spielzug erkl?ren oder wollte oder die Position des Gegners gefunden zu haben glaubte.

Da die meisten G?ste der Lan-Party unter 16 Jahre alt waren, mussten einige Spieler am fr?hen Abend, darunter auch das einzige M?dchen, die Veranstaltung verlassen, um am anderen Morgen wieder einsteigen zu k?nnen. Aber viele der Jugendlichen machten auch die ganze Nacht durch. "Die Stimmung ist ja gut", kommentiert Marc Redeker, "Das einzige was echt nervt, sind die Temperaturen." Die Sommertemperaturen sorgten daf?r, dass die computereigenen K?hlsysteme auf vollen Touren liefen. Au?erdem wurden im ganzen Haus Ventilatoren aufgestellt, um die Teilnehmer kalt zu halten.

Stromausf?lle durch defekte Netzteile

Ein weiteres Problem: die h?ufigen Stromausf?lle. Viermal verlor man am Samstag den Strom. "Das wird dann meistens von einem defekten Netzteil in einem der Computer verursacht", erkl?rt Markus Pettenpaul, der mit drei seiner Kollegen gemeinsam das Netzsystem ?berwachte. Als Besitzer eines Internet-Caf?es in der Mindener Innenstadt erkl?rte er sich bereit, den Organisatoren der Lan-Party unter die Arme zu greifen und ihnen die n?tige Hardware zur Verf?gung zu stellen.

Das Fazit der Organisatoren und Beteiligten der Lan-Party: positiv. Und auch Bork betont: "Wir hatten bereits in der Planungsphase dieses Lans Anfragen von zwei anderen Gruppen, die Interesse an einer solchen Veranstaltung bekundeten. Aber ich denke, dass Marc und Adrian auch beim n?chsten Mal ganz sicher den Vorzug erhalten."

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26. Oktober 2005 - 03:31
( carp )

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